In der Finalrunde setzte sich die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz gegen Bielefeld und Chemnitz durch. Den mit 250.000 Euro dotierten Titel verlieh der Stifterverband zum sechsten Mal.
Die drei Städte hatten ihre Konzepte heute im Deutsche Bank Forum in Berlin unter Führung ihrer Oberbürgermeister in einer öffentlichen Jurysitzung präsentiert. Mainz hatte sich mit dem Motto "Leidenschaftlich wissenschaftlich" beworben. Der Vorsitzende der Jury Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes, sagte: "Die Entscheidung fiel der Jury einstimmig. Mainz hatte am Ende knapp die Nase vorn."
Überzeugt hat die Jury vor allem der durch konkrete Projekte gestützte Beitrag von Wissenschaft und Wirtschaft zur Stadtentwicklung und zum heutigen und künftigen Wohlergehen aller Bürger in Mainz. Die Jury zeigte sich von der starken Bürgerbeteiligung und der langen Tradition der Wissenschaftskommunikation beeindruckt, die die Mainzer Bewerbung präge. Die auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit angelegten Entwicklungsperspektiven über das Jahr 2011 hinaus würdigte die Jury sehr anerkennend. Positiv vermerkt wurden das hohe Engagement der Stadt und die vorgestellten Projekte, um durch Bildung mehr Chancengerechtigkeit für alle Bürger zu schaffen.
Die Jury lobte ausdrücklich die hochkarätigen Bewerbungen von Bielefeld und Chemnitz. Beide Städte erhalten jeweils 50.000 Euro als Preisgeld für ein besonders herausragendes Projekt ihrer Bewerbung. "Der Stifterverband ermutigt Bielefeld und Chemnitz sehr, auch ohne Titel das Jahr 2011 zu einem Jahr der Wissenschaft zu machen", sagte Schlüter.
Der Stifterverband hatte den Wettbewerb "Stadt der Wissenschaft" für das Jahr 2011 zum sechsten Mal ausgelobt. Bisher haben insgesamt über 50 Städte an dem Wettbewerb teilgenommen. Der auslobende Stifterverband will mit seiner Initiative dazu beitragen, dass die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung in den Städten Vorrang bekommt. Ziel des Wettbewerbs ist es zu zeigen, welche hohe Bedeutung Wissenschaft für die Entwicklung von Städten und Regionen hat, und einen breiten Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunalpolitik und Bürgern anzuregen. Die Deutsche Bank unterstützt den Wettbewerb.
Auszug aus http://www.stadt-der-wissenschaft.de/presse/index.html?print=1
siehe auch http://idw-online.de/pages/de/news361858 und http://www.bild.de/BILD/regional/leipzig/dpa/2010/03/25/mainz-wird-stadt-der-wissenschaft-2011.html